Mein Weg zum digitalen Bullet Journal

Mein Weg zum digitalen Bullet Journal

Ich war schon immer ein Freund von Todo-Listen – zunächst auf dem Papier in Form von Schmierzetteln, später per App, dann wieder auf Papier in Form eines Notizbuchs und so weiter…Glücklich wurde ich mit keinem der Systeme. Der Hintergrund ist relativ einfach, die Nachhaltigkeit, Schnelligkeit im Umgang, Flexibilität als auch die Auffindbarkeit bei einer Suche war nicht gegeben. Ich habe dann angefangen mit digitalen Listen in GoodNotes auf dem iPad zu expirementieren. Damals war das noch ein iPad Mini mit einem 3rd Party Stylus (ich meine mich daran erinnern zu können, dass das ein Adonit war). Allerdings war das Schreibgefühl gelinde gesagt wirklich übel.

Dann kam das iPad Pro mit dem Apple Pencil und angefixt vom Review von Lars Bobach zum iPad Pro und dem Apple Pencil und zur Nutzung von GoodNotes im papierlosen Büro, musste ich das auch probieren. Und was soll ich sagen, es war – bezogen auf das Schreibgefühl – eine gute Kombination. Verwendet habe ich ebenso GoodNotes allerdings habe ich versucht, einfach nur lose Listen digital umzusetzen. Die Suche funktionierte toll und eigentlich hätte ich zufrieden sein müssen. War es aber nicht! Warum weiß ich auch nicht so genau, aber irgendwie hat mir das System dahinter gefehlt.

Irgendwann wurde ich auf Bullet Journalling aufmerksam – ich fand den Ansatz, verschiedene Ansichten zu produzieren, Aufgaben zu verschieben und gleichsam die Historie nicht zu verlieren, dennoch aber Aufgaben, Notizen und Termine in einem System zu nutzen wirklich perfekt um berufliches und privates im Griff zu haben. Leider war ich zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage, mit diesem Tool sinnvoll umzugehen.

Losgelassen hat mich Bullet Journalling trotzdem nicht mehr, auch wenn meine Interpretation sicherlich nicht so künstlerisch ausfallen wird, wie die meisten anderen Vertreter des Systems. Um zu üben bin ich wieder auf Papier umgestiegen und habe Klassischerweise einen Leuchtturm 1917 und ein paar Fineliner hergenommen um meine Ansichten zu kreieren und mich im Umgang mit dem System im Alltag zu Schulung. Bereits nach zwei Monaten habe ich aber einen großen Nachteil für mich erkannt – die Produktion der Ansichten v.a. zum Monatswechsel dauerten zu lange. Da ich aber inzwischen wusste was gut und was weniger gut für mich funktioniert, konnte ich einen Versuch wagen, mein Bullet Journal zu digitalisieren. Durch die Erstellung von Templates, kann die Erzeugung der Monatsansichten sehr schnell erfolgen – im Vergleich zur händischen Erstellung im Leuchtturm.

Mein Setup findet ihr im Folgenden:

  • iPad Pro 9,7“
  • Apple Pencil
  • Good Notes

 

Folgende Ansichten setze ich ein:

  • Jahresansicht im Calendex-Style für Geburtstage, Feiertage, Urlaubsplanung
  • Jahresansicht für Aufgaben, die nicht im aktuellen Monat anfallen [Modifikation]
  • Monatsansicht mit Zielen und Aufgaben für den aktuellen Monat
  • Wochenansicht mit Wochentagen für Terminen, Aufgaben, Notizen und ein Feld für Aufgaben für die Folgewochen
  • Tagesansicht mit Datum und einem Feld für Notizen, Aufgaben etc. und einer Timeline für die Termine des Tages

 

Das besondere für mich sind daneben noch die Farbmarkierungen, die ich einsetze:

  • rot: beruflich
  • grün: privat
  • blau: Geburtstage
  • orange: Feiertage

 

Somit kann ich auf den ersten Blick berufliche von privaten Aktionen unterscheiden, Geburtstage, Feiertage und Urlaub direkt erkennen und auch in der Tagesansicht sehen, wie mein Tag mit beruflichen und privaten Terminen gespickt ist.

Im weiteren Verlauf der Serie möchte ich euch mehr über mein System, die einzelnen Ansichten und wie ich diese benutze erklären und zeigen.

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