Bullet Journal: Meine Tagesansicht

Bullet Journal: Meine Tagesansicht

Zum Abschluss meiner kleinen Serie über meine Bullet-Journal Ansichten, komme ich nun zu meinem Produktivitätsmonster – meine Tagesansicht. Hier passiert alles, was für mich und meine tägliche Aufgabenflut wichtig ist. Sämtliche Informationen aus den anderen Ansichten werden zur Abarbeitung dorthin übertragen und damit konsolidiert eine Bearbeitungszeitpunkt zugeordnet.

  • ein kleines Feld für ein Datum oder einen anderen Seitennahmen, der farblich auch hinterlegt werden kann
  • ein kleines Feld, in dem ich die Anzahl der Wasserflaschen vermerke
  • eine Timeline zum Eintragen von Tagesterminen – beruflich und privat – und Dank der Farbcodierung direkt auf einem Blick unterscheidbar
  • ein Bereich für Mitschriften, Besprechungsprotokollen oder einfach nur Aktionen

Das besondere an der Tagesansicht ist für mich die Tatsache, dass es eine erste Seite und eine Folgeseite gibt. Im Gegensatz zur erste Seite, hat die Folgeseite nur ein Namensfeld und einen Bereich für den Text. Die Timeline bzw. die Wasserinfo ist dort aus Platzgründen – und natürlich zur Vermeidung von Redundanzen – entfallen.

Wie arbeite ich nun damit?
Das ist eigentlich ganz einfach. Die Aufgaben und Termine werden auf die Tagesansicht kaskadiert, d.h. sie werden von der Ansicht, in der bspw. eine Aufgabe anfällt über die untergeordneten Ansichten auf einen Tag zugeordnet, an dem sie dann bearbeitet werden. Am konkreten Beispiel heißt das:

Ich habe eine Aufgabe die im Monat März erledigt werden soll. Da ich zum Zeitpunkt der Monatssscheibe bereits alle Wochen des Monats angelegt habe, kann ich die Aufgabe direkt einer Woche zuordnen. Wenn ich jetzt als am Sonntag alle Aufgaben der Woche plane, kann ich dann die Aufgabe direkt einem Tag zuordnen. Wird die Aufgabe erledgt, wird sie sowohl in der Tagesansicht, Wochenansicht als auch in der Monatsansicht abgehakt, so dass für jede Aufgabe bis zur relevanten Ebene die Information über den Status vorliegt.

Abgehakt werden die Aufgaben übrigens nach der klassischen Bullet Journal Terminologie – ein „>“ schiebt eine Einheit weiter (bspw. ein Tag, eine Woche, …) ein „<“ schiebt es auf die nächste Ebene zurück. Im meiner Nutzung heißt das, dass ich Aufgabe, die ich nicht am nächsten Tag erledigen kann, mit „<“ auf die Woche zurückschiebe und dort neu plane. So kann ich sicher sein, dass keine Aufgaben verloren gehen.

Warum gehe ich eigentlich nur auf die Aufgabe ein?
Für Aufgaben nutze ich eine spezielle Terminologie (s.o.) für sonstigen Text und Termine konsolidiere ich eigentlich bloß verschiedene Quellen in meinem Bullet Journal (private und geschäftliche digitale Kalender, Schließzeiten des Kindergartens, Urlaubsplanungen etc.). Ich habe für mich damit das Problem gelöst, am konkreten Tag in die verschiedenen Terminquellen sehen zu müssen, um auch im Tagesgeschäft den Überblick über meinen Tag nicht zu verlieren.

Fazit
Das ganze klingt jetzt wahrscheinlich aufwändiger als es wirklich ist. Einmal im Jahr erstelle ich das gesamte Notizbuch und lege den Rahmen mit den Jahres und Monatsansichten fest. Die Wochenansichten ergänze ich dann einmal im Monat und übertrage gleich alle Jahrestermine bzw. Monatstermine in die entsprechenden Wochen bzw. konsolidiere meine Kalender und Aufgabenquellen.
Die Tagesansichten ergänze ich auf Bedarf. Gerade am Wochenende komme ich mit der Wochenansicht gut klar, dass ich oftmals für die beiden Wochenendtage nur eine oder sogar überhaupt keine Tagesansicht erzeuge, ansonsten werden die Wochenaufgaben und Termin dann am jeweiligen Tag bzw. am Abend vorher auf den nächsten Tag runtergebrochen. Somit mache ich mir bereits am Vorabend gedanken darüber, was ich am nächsten Tag erreichen möchte.

Wie nutzt ihr euer Bullet Journal? Ist für euch die Tagesansicht ebenfalls das Maß aller Dinge? Habt ihr Fragen zum Workflow? Haltet das doch bitte in den Kommentaren fest. Ich werde die Fragen und Anregungen aufgreifen und bestmöglich beantworten.

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